Alle Artikel in: Nenndorf

Verwirrspiel um Neuansiedlung der Sedai Druckerei in Bad Nenndorf

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Meldung über die Ansiedlung des Hamelner Unternehmens Sedai Druck in Bad Nenndorf. Das Unternehmen hatte sich 2017 eine große Parzelle in dem Gewerbegebiet an der Gehrenbreite in Bad Nenndorf gesichert und wollte dort ein neues Druckzentrum entstehen lassen. Doch dann gab es – soweit das öffentlich bekannt wurde – Unstimmigkeiten bei der Bezahlung. Sedai soll mehrere Fristen für die Überweisung des vereinbarten Kaufpreises in Höhe von 1,6 Millionen Euro unkommentiert verstrichen haben lassen. Auf Nachfrage, reagierte man nicht. Die Kommunikation zwischen der Firma und der Samtgemeinde schlief ein. Dann verschwand Anfang 2018 auch das Planungsschild, welches zuvor wochenlang das geplante Projekt an der Gehrenbreite gezeigt hatte. Die daraufhin gestarteten Versuche der Medien, mit gezielten Anfragen an Sedai Druck vor allem die Fragen die sich zu dem Projekt in der Bevölkerung breit machten aufzuklären, liefen ins Leere. Schließlich berichteten unter anderem die Schaumburger Nachrichten, dass Sedai nicht mehr nach Bad Nenndorf kommen werde, das Projekt wohl gestorben sei. Zumindest ging man davon aus. Eine Stellungnahme von Sedai erhielt …

Wenn selbst die Nazis nicht mehr wollen – ist der Trauermarsch Bad Nenndorf endlich Geschichte?

Gewinnt Bad Nenndorf? Nach Jahren des Widerstands durch Bürgeraktionen wie Bad Nenndorf ist bunt hat die rechtsextreme Szene allem Anschein nach ihr Interesse am Trauermarsch in Bad Nenndorf verloren. Jährlich kamen immer weniger Teilnehmer auf Seiten der Rechten. Der Veranstalter hat nach einem Bericht des NDR nun bei der zuständigen Behörde eine Verlegung des geplanten Termins beantragt. Ein neuer Termin wurde noch nicht genannt – daher keimt die Hoffnung, dass 2016 der Trauermarsch zum Wincklerbad ausfallen könnte. Jeden ersten Sonnabend im August wird der kleine Ort Bad Nenndorf im Schaumburger Land seit Jahren zum Wallfahrtsort für die rechtsextreme Szene. Aus ganz Deutschland reisten dazu seit 2006 rechte Aktivisten zum Wincklerbad, in dem von Juni 1945 bis Juli 1947 ein Verhörzentrum der britischen Armee untergebracht war. Das ehemalige Internierungslager in dem nach Kriegsende Mitglieder der SS, der SA, oder der Gestapo untergebracht waren, wurde seit langem instrumentalisiert und diente den Nazis als ein Gedenkplatz an die „Opfer des alliierten Folterlagers im Wincklerbad“. „Marsch der Ehre“ Jetzt, nach zehn Jahren der Aufmärsche, und mehreren Hunderttausend Euro, die …